Die Regenbogenforelle wurde 1880 aus den USA zunächst erfolgreich als Zuchtfisch nach Deutschland importiert, der sich dann später auch, teils gewollt ausgesetzt, teils aus Teichanlagen entkommen, in den einheimischen Gewässern einlebte.
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Ursprüngliches Verbreitungsgebiet
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Rein anatomisch
gleicht die Regenbogenforelle der Bachforelle sehr. So haben beide eine charakteristische,
spindelförmige Gestalt mit der gleichen Flossenform. Jedoch kann man
beide ganz einfach an der Färbung der Schuppen unterscheiden: der Regenbogenforelle
fehlen die für die Bachforelle typischen roten Tupfen, und in Höhe
ihres Seitenlinienorgans verläuft ein rosa bis rosarot schimmernder Streifen,
dem sie ihren Namen verdankt. Auch die Regenbogenforelle kann sich durch Verfärbung
des Schuppenkleids an das jeweilige Gewässer anpassen.

Vergleich zwischen Bach-
und Regenbogenforelle
Auch im Wachstum unterscheiden sich die beiden, da die Regenbogenforelle wesentlich schneller abwächst. So ist eine 1-jähriger (oder 1-sömmriger) Fisch dieser Art durchschnittlich 12,3 cm lang, während eine gleich alte Bachforelle erst 9,8 cm misst (nach 2 Jahren: RBF: 29,3 cm /BF: 22,8cm). Ferner erweist sich die Rainbow Trout, wie sie schon in Amerika genannt wurde, als kampfstarker Fisch, der sich an der Angel durch enorme Kraft und explosionsartige Sprünge Respekt verschafft.
Im Grunde beansprucht die Regenbogenforelle die gleiche Nahrung wie die Bachforelle; d.h. sie sind direkte Nahrungskonkurrenten. Jedoch ist die Regenbogenforelle nicht so standorttreu wie ihre Artgenossin, sondern zieht in ihrem großen Revier im Bach umher. Auf ihren Streifzügen jagt sie im Freiwasser, sucht also aktiv ein ausgedehntes Areal nach Futter ab. Da sie somit eine andere ökologische Nische im Lebensraum Bach bewohnt als die Bachforelle, können beide nebeneinander existieren. Leider ließ sich diese Aussage nicht nachprüfen, da im Möhrenbach, wie in jedem bewirtschafteten Gewässer, Fische eingesetzt werden, und daher kein natürlicher Selektionsdruck besteht.
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Auch
Anflugnahrung ist vor der Regenbogenforelle nicht sicher, wie die Fliege
im Maulwinkel beweist.
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Deswegen
verschmäht sie aber keinenfalls Fischchen
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Der ursprüngliche Lebensraum der Regenbogenforelle in Amerika ähnelt dem der einheimischen Bachforelle. Deswegen verwundert es nicht, dass sich in Europa ein Bestand innerhalb der gleichen Lebensräume aufgebaut hat. Die Regenbogenforelle kann jedoch auch noch in manchen für die Bachforelle ungeeigneten Gewässern überleben, da sie nicht so sehr auf Verstecke angewiesen ist, einen geringeren Sauerstoffgehalt verträgt und deshalb auch eine höhere Verschmutzung und Temperatur toleriert. So kann sie in einem bis zu 22 Grad, kurzfristig sogar 27 Grad, warmen Wasser noch leben, aber zum optimalen Wachstum benötigt sie ebenso wie die Bachforelle Gewässertemperaturen von 9 bis 17 Grad.
Der
Laichakt ist identisch mit dem der Bachforelle, die Laichzeit beginnt
aber frühestens im November, erreicht ihren Höhepunkt im Frühjahr
und endet spätestens im Mai. Darauf weist auch die Schonzeit hin, in
der keine Regenbogenforelle gefangen werden darf, und die sich über den
Zeitraum vom 1.Januar bis zum 30.April erstreckt.
Durch den damit verbundenen späteren Schlupf der Brut sind die jungen
Bachforellen nicht so sehr wie ihre verwandte Art auf Kannibalismus angewiesen,
da im Frühjahr schon ein reiches Nahrungsangebot zur Verfügung steht.
Quellen:
Baur 1988; Brehm 1996; Demoll 1941; Heintges 1995; http://www.diversite.ch/Fische_s.htm;
Igler 1977; Kirchner 1998; Kuleisa; Rehbronn 1984;