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geschlüpfte
Eintagsfliege (Imago)
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Eintagsfliegenlarve
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Die Eintagsfliegen - auch Maifliegen genannt - umfassen ca. 2.800 Arten weltweit. In Mitteleuropa kommen etwa 110 Arten vor, davon sind in Bayern 63 häufig.
Der Lebenszyklus
der Eintagsfliege:
Jede Phase der Entwicklung kann angeklickt werden um genauere Informationen
zu erhalten
Aus
den Eiern schlüpfen die Larven artabhängig nach einem Zeitraum zwischen
10 Tagen und mehreren Monaten.
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Die Larven - sie werden auch Nymphen genannt - fressen kleinere
Wirbellose, Diatomeen und Detritus. Die Dauer des Larvenstadiums beträgt
in Abhängigkeit von der jeweiligen Art zwischen 3 und 4 Wochen und 2½
Jahren. Um zu wachsen müssen sie sich einige Male Häuten.
Auch haben die Larven verschiedene Lebensweisen entwickelt:
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Eintagsfliegenlarven im Miniaquarium. Auch die Fortbewegungsart in diesem
Video gut zu erkennen.
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Larven
in den Blättern von einem flutendem Hahnenfuß
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Im letzen Larvenstadium, das an den braunen Flügelscheiden erkennbar ist, steigen die Nymphen an Pflanzenstängeln bzw. am Ufer auf oder werden durch die Luft, die sich unter Haut ansammelt, an die Oberfläche gehoben.
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Zur
Oberfläche aufsteigende Larven, auch Emerger genannt
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An der Wasseroberfläche schlüpfen aus den aquatischen Larven flugfähige Tiere, die Subimagines genannt werden.
| Die Larve an der Oberfläche ... | |
| ... befreit sich langsam aus ihrer Hülle, ... | |
| ... so dass hier schon die Flügel zu sehen sind ... | |
| ... und schließlich sich das Subimago ganz befreit hat. |
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geschlüpftes
Subimago (Ephemera dancia (Weibchen))
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Weitere
Bilder von geschlüpften Eintagsfliegen an der Oberfläche und
von leeren Hüllen (Vergrößern durch Anklicken)
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Die
Imagines sind dann in charakteristischen, auf und ab tanzenden Schwärmen
zu beobachten. Die Eintagsfliegen zählen zu den ursprünglichsten Fluginsekten.
Sie besitzen daher noch eine direkte Flugmuskulatur und sind deshalb sehr unbeholfene
Flieger. Ihre Flugtechnik ist bei weitem nicht so ausgefeilt wie beispielsweise
die einer Libelle.
Die Lebensdauer der flugfähigen Tiere beträgt, wie der Name schon
sagt, meist nur Stunden bis Tage, in Ausnahmefällen auch 2-3 Wochen. Wegen
dieser kurzen Lebenszeit außerhalb des Wassers weisen die Imagines nur
reduzierte Mundwerkzeuge und Verdauungsorgane auf, da es an Land zu keiner Nahrungsaufnahme
mehr kommt.
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Ephemera
dancia (Weibchen)
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Ephemera
dancia (Männchen)
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Sobald
ein Weibchen in die Nähe eines Schwarms von Männchen, der sich in
Höhen von bis zu 10m aufhält, gelangt, stürzen sich diese auf
das weibliche Tier. Das schnellste Männchen begattet noch im Flug das Weibchen,
das anschließend entgegen der Strömungsrichtung (Kompensationsflug)
fliegt, um das Abdriften der Eier und der jungen Larven auszugleichen und zu
verhindert, dass die Population immer weiter bachabwärts wandert.
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Eier werden dann über der Wasseroberfläche abgeworfen oder durch Eintauchen des Hinterleibes ins Wasser abgelegt. In manche Arten, die sich an schnell fließende Gewässer angepasst haben, heftet das Weibchen vom Ufer oder vom Randbewuchs durch Eintauchen des Hinterleibs größere Eierpakete an Wasserpflanzen oder Steine, wo diese durch eine Klebsubstanz haften bleibt. Einige Arten tauchen sogar in den Bach. Hierfür schließen sie zwischen ihren Flügeln eine Luftblase ein, damit sie auch noch unter Wasser atmen können.
Schließlich sterben die Imagines von der Eiablage erschöpft ab, sinken auf die Wasseroberfläche und dienen auch noch in ihrer letzen Phase noch als Beute für die Bachforelle
Da die Eintagsfliegen einem bestimmten Schlupfrhythmus folgen, also in jedem Jahr zur gleichen Zeit schlüpfen, kommt es zu Massenschwärmen, welche die Forellen zu regelrechten Fressorgien verleiten. Zu diesen Zeiten ernähren sich die Forellen fast ausschließlich von den leicht zu erbeutenden Aufsteigern und geschlüpften Maifliegen.
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Forelle
die sich den Magen an Aufsteigern vollschlägt, wie auch die
Forelle in diesem Video
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Hier
verrät sich ein raubender Fisch durch den Ring an der Oberfläche
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Durch
den Schlupfrhythmus verursachte große Ansammlungen von Eintagsfliegen
Subimagines und Hüllen von bereits geschlüpften Tieren
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Quellen: Bellmann 1999;
Brehm 1996; Burmeister 1983;
Engelhardt 1959; http://ourworld.compuserve.com/homepages/j_gaul/ephemer.htm;
Kirchner 1998; Sedlag 1979