Anflugnahrung

Insekten, die normalerweise nicht den Bach selbst bevölkern, sehr wohl aber das Bachufer, können unter Umständen auch als Nahrung für die Bachforelle dienen. Voraussetzung ist, dass sie fliegen oder zumindest relativ weite Entfernungen in der Luft zurücklegen können , wie zum Beispiel die Heuschrecke. Daher stammt auch die Bezeichnung "Anflugnahrung". Entweder fallen die Insekten versehentlich ins Wasser, oder weibliche Tiere sind nach der Eiablage auf der Wasseroberfläche zu erschöpft um wieder aufzusteigen. Die Regenbogenforelle sucht aktiv nach Insekten an der Oberfläche ihres Reviers; die Bachforelle hingegen wartet an ihrem Standplatz auf herantreibende Nahrung. Forellen erkennen, ob ein Tier im Oberflächenfilm gefangen ist, und sie Zeit hat, nach diesem zu steigen, oder ob es nur kurz die Oberfläche berührt, und so ein schneller Spurt nötig wäre, um es zu erbeuten, oder sogar ein Sprung (1&2)aus dem Wasser um die abhebende Fliege noch zu erreichen. Das wird die Forelle aber nur bei einer entsprechend großen Beute tun (Energiehaushalt), wie zum Beispiel einer großen Maifliege, einer Eintagsfliege der Gattung Ephemera.
Normalerweise bleibt aber der Bachforelle genügend Zeit um die herantreibende Fliege genau zu untersuchen. Hierzu nähert sie sich mit ihrem Kopf der vermeintlichen Beute und prüft diese aus kurzer Entfernung, bevor sie zuschnappt.


Prüfen


Zupacken

langsameres Steigen

Dabei ist sind die Größe, Form und Gestalt des Beutetiers von entscheidender Bedeutung für das Zupacken der Forelle. Anscheinend ist die Bewegung nicht ausschlaggebend, da sich die Forelle auch mit einer künstlichen, völlig starren Fliege überlisten lässt, sie wird aber wohl noch als verstärkender Reiz Einfluß nehmen.

 

Heuschrecke aus der Sicht der Forelle
und an Land
Unterwasseransicht einer im Oberflächenfilm gefangenen Fliege




Man kann das "Steigen" nach einer Oberflächenbeute deutlich an den dabei entstehenden Ringen wahrnehmen.

weitere Videos von steigenden Forellen:

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Fliegen aus dem Magen einer Forelle

kurz nach dem Fang ausgespuckte Beute
Anscheinend ist die Bachforelle auch unempfindlich gegenüber dem Wespenstachel, wie die gefressene Wespe zeigt.

Wespe vergrößern Vergrößern Vergrößern Vergrößern

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Bachforelle, die nach Köcherfliegen gestiegen ist
und mit einem Imitat dergleichen gefangen wurde.