Das Beutespektrum der Bach-
und auch der Regenbogenforelle ist sehr
breit gefächert. So dienen fast alle kleineren Bachbewohner als Nahrung:
Bachflohkrebse, Wasserkäfer, Schnecken,
Mühlkoppen, Gründlinge, Larven und Imagos
(geschlüpfte, erwachsene Tiere) von Köcher-
und Eintagsfliegen sowie jegliche Art von Fliegen.
Sogar die eigene Brut ist ein willkommenes Fressen, ebenso ins Wasser gefallene
Landinsekten, zum Beispiel Ameisen oder Heuschrecken. Wenn die Forelle eine
gewisse Größe erreicht hat wird sie zum Räuber und ernährt
sie sich fast ausschließlich von anderen Fischen.
Regenbogenforellen fressen täglich 3 bis 4 Prozent ihres eigenen Körpergewichts,
das entspricht bei einer normalgroßen Forelle etwa 20g Futter pro Tag.
Einen ähnlichen Nahrungsbedarf kann man auch für die Bachforelle veranschlagen.
Diese Nahrung setzt sich aus folgenden Tieren zusammen:
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Heuschrecke
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Köcherfliege
(Trichoptera)
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Eintagsfliege
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Bachflohkrebs (Gammarus pulex) |
Wasserkäfer |
Mützenschnecke
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Wasserkäfer |
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Blasenschnecken |
Dabei
wägt die Forelle immer ab zwischen der bei der Jagd verbrauchten Energie
und der Energie die sie durch die jeweilige Nahrungsaufnahme gewinnt.
Die aufgenommene Nahrung variiert auch jahreszeitlich, zum einen bedingt durch
ihr Vorkommen, zum andern werden im Winter wegen des obengenannten Ernergievergleichs
vermehrt kleine Fische gefressen
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y-Achse: Häufigkeit
Breite der Balken zeigt die Größe der Individuen
Der Angler macht sich dieses Wissen zu Nutze und stellt den Forellen mit den jeweiligen Beuteattrappen nach. So verwendet er Gummifische, Blinker, Spinner und Wobbler, die Fischchen imitieren und künstliche Fliegen und Heuschrecken, sowie Nyphen, die entweder Bachflohkrebse oder Larven nachahmen
Markus
Heim kommt in seiner Diplomarbeit zu dem Ergebnis, dass kleinere Bachforellen,
also unter 25cm Körperlänge, sich von 80% Wasser- und 20% Landtieren
ernähren. Dabei liegt der Hauptanteil der gefressenen Wassertiere bei den
aquatischen Insektenlarven; die Flohkrebse (Gammariden) dagegen machen nur ca.
7% aus. Was die Landtiere betrifft, lässt sich ein Übergewicht zugunsten
der Zweiflügler (Ordnung: Diptera), also der gewöhnlichen Fliegen,
feststellen.
Bei größeren Forellen teilt sich das Verhältnis der gefressenen
Land- zu Wassertiere 1:1 auf, wobei Gammariden mit 30% und aquatische Insektenlarven
mit ca. 20% der Wassertiere beteiligt sind. Die Arten der Landinsekten sind
hier breiter gefächert, mit einem Hauptanteil von 23% Dipteren und von
10% der adulten Formen von Insekten wie z.B. Eintags- und Köcherfliegen.
Diese wurden aufgrund ihrer Größe nicht im Magen der kleineren Forellen
gefunden.