|
Leben im und am Wattboden Nahrungsgrundlage für all diese Lebewesen sind winzige Algen, die entweder schon im oder auf dem Wattboden sind oder die bei Flut vom Wasser mitgebracht werden. Viele Tiere des Wattes haben sich wegen der extremen Schwankungen der Lebensbedingungen auf der Wattoberfläche auf ein Leben im Wattboden spezialisiert. Das verschafft ihnen vor allem zwei Vorteile: erstens Ortsfestigkeit und zweitens effektiveren Schutz gegen Feinde, wirft aber auch Probleme auf, wie z.B. die Sauerstoffversorgung bzw. die Versorgung mit Nahrung und den Umgang mit giftigem Schwefelwasserstoff. Der Kontakt mit dem sauerstoffhaltigem Wasser ist deshalb absolut notwendig.
Muscheln Die Muscheln besitzen einen ausfahrbaren Schnorchel (Syphus). Mit solchen Syphonen ist es ihnen möglich, auf der einen Seite sauerstoffhaltiges Wasser mit Nahrung aufzunehmen, während sie auf der anderen Seite das verbrauchte und filtrierte Atemwasser wieder abgeben. Abb. rechts: Würmer Die Würmer legen Wohnbauten an, durch die sie aktiv sauerstoffreiches Wasser pumpen. Dadurch wird der Schwefelwasserstoff zu Sulfat oxidiert und somit ungiftig gemacht wird. Weitere Beispiele:(Videos) Seeringelwurm, Kothäufchen des Kotpillenwurms und Fraßtrichter, Strandschnecke.
Wattwürmer
(Arenicola marina)
sind bis zu 40 Zentimeter lang und rot bis rotbraun. Sie hinterlassen an der Oberfläche die charakteristischen Kotkringel und Fraßtrichter. |